Verê ist ein brasilianischesMunizip im Südwesten des Bundesstaats Paraná. Es hatte 2021 geschätzt 7.094 Einwohner, die sich Vereenser nennen. Seine Fläche beträgt 312 km². Es liegt 486 Meter über dem Meeresspiegel.
Der Name Verê stammt von dem indigenen KaingangViry. Viry war ein Häuptling der Guarapuava-Indianer in der historischen Region Palmas. Er war ein Freund der Siedler. Es ist aber auch überliefert, dass er den Stamm des Häuptlings Vitorino, nach dem das heutige Munizip Vitorino benannt ist, und die Gegenden von Guarapuava und Palmas oft mordend und plündernd heimsuchte. Seine Bedeutung in Kaingang ist: immer, ewig.[1][2]
Geschichte
Besiedlung
Die Rodung des Gebiets von Verê begann um 1934, als die ersten Pioniere in die Urwälder der Region kamen. Die Siedler kamen über offene Pfade und auf dem Rücken von Eseln, hauptsächlich aus Santa Catarina. Zu Beginn konzentrierten sich die Aktivitäten auf die Abholzung der Wälder für den Anbau von Mais- und Bohnenfeldern sowie für die Aufzucht und Mast von Schweinen.[3]
Erhebung zum Munizip
Verê wurde durch das Staatsgesetz Nr. 4730 vom 24. Juni 1963 aus Dois Vizinhos ausgegliedert und in den Rang eines Munizips erhoben. Es wurde am 26. Oktober 1963 als Munizip installiert.[2]
Geografie
Fläche und Lage
Verê liegt auf dem Terceiro Planalto Paranaense (der Dritten oder Guarapuava-Hochebene von Paraná).[4] Seine Fläche beträgt 312 km².[5] Es liegt auf einer Höhe von 486 Metern.[6]
Das Klima ist gemäßigt warm. Es werden hohe Niederschlagsmengen verzeichnet (1.895 mm pro Jahr). Im Jahresdurchschnitt liegt die Temperatur bei 19,8 °C. Die Klimaklassifikation nach Köppen und Geiger lautet Cfa.[7]
Gewässer
Verê liegt im Einzugsgebiet des Iguaçu. Die westliche Grenze wird vom Rio Lajeado Grande und dessen linkem Nebenfluss Rio Vista Alegre gebildet. Der Rio Chopim bildet zusammen mit seinem linken Nebenfluss Rio Santana sowie dessen linkem Nebenfluss Rio Marrecas die östliche Grenze des Munizips. Der Rio Verê entspringt etwa sechs Kilometer westlich des Hauptorts und mündet acht Kilometer nördlich vom Hauptort in den Chopim.
Straßen
Verê ist über die PR-471 mit Francisco Beltrão im Südwesten verbunden. Über die PR-493 kommt man im Nordwesten nach Dois Vizinhos.
Quelle: IBGE, bis 2010: Volkszählungen[9] und für 2021: Schätzung[5]
Ethnische Zusammensetzung
Gruppe *
1991
2000
2010
wer sich als …
Weiße
73,0 %
69,2 %
81,2 %
weiß bezeichnet
Schwarze
1,3 %
3,9 %
1,7 %
schwarz bezeichnet
Gelbe
0,1 %
0,1 %
0,5 %
von fernöstlicher Herkunft wie japanisch, chinesisch, koreanisch etc. bezeichnet
Braune
25,7 %
26,6 %
16,6 %
braun oder als Mischung aus mehreren Gruppen bezeichnet
Indigene
0,0 %
0,0 %
0,0 %
Ureinwohner oder Indio bezeichnet
ohne Angabe
0,0 %
0,2 %
0,0 %
Gesamt
100,0 %
100,0 %
100,0 %
*) Das IBGE verwendet für Volkszählungen ausschließlich diese fünf Gruppen. Es verzichtet bewusst auf Erläuterungen. Die Zugehörigkeit wird vom Einwohner selbst festgelegt.[10]
Das traditionelle Festival da música sertaneja e popular (Fest des Sertanejo und der Volksmusik) trägt den Namen Viry des namengebenden Kaingang-Häuptlings.[3]
Wirtschaft
Kennzahlen
Mit einem Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner von 39.178,09 R$ bzw. rund 8.700 €[12] lag Verê 2019 auf dem 83. Platz der 399 Munizipien Paranás.[13]
↑Reinhard Maack, Marcos Augusto Enrietti: Mapa Geolôgico do Estado do Paraná. JOINT RESEARCH CENTRE der Europäischen Kommission / European Soil Data Centre (ESDAC), 1953, abgerufen am 11. Januar 2022 (brasilianisches Portugiesisch).
↑ abcPanorama Verê. In: @Cidades. IBGE, abgerufen am 15. Juni 2022 (brasilianisches Portugiesisch).
↑Evolução da divisão territorial do Brasil 1872–2010 / População por município - 1872-2010 (= IBGE [Hrsg.]: Documentos para disseminação. Memória institucional. Nr.17). 2013, ISBN 978-85-240-4208-9, ISSN0103-6459, Evolução da população, segundo os municípios – 1872/2010, S.232 (brasilianisches Portugiesisch, gov.br [MS Excel; 3,1MB; abgerufen am 7. April 2022]).
↑Manual do Recenseador. (PDF; 7,0 MB) Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística - IBGE, 2009, S. 152, abgerufen am 13. Oktober 2022 (brasilianisches Portugiesisch, Anweisung an den Zähler: "Falls die Aussage nicht einer der in der Frage genannten (fünf) Alternativen entspricht, lesen Sie die Optionen noch einmal vor, damit die Person sich in diejenige einordnen kann, die sie für am geeignetsten hält. Sie sollten zu keinem Zeitpunkt die Antwort des Befragten beeinflussen ... Indigen wird angekreuzt für die Person, die sich selbst als indigen oder indianisch (portugiesisch: índia) bezeichnet.").